Spielmoment

Wollen euere Kinder spielen?

Hallo, hier mal ein Thema, dass mich schon länger beschäftigt. Habt ihr auch so Probleme damit, euere Kinder für Brettspiele zu begeistern. Wir haben 4 Kinder: 17, 14, 8 und 5. Leider wollen, bis auf die 5 Jährige hin und wieder alle Kinder nur Am PC oder Konsole zocken. Ich hatte, als die heute 14 jährige ca 8 oder 9 Jahre alt war mal versucht ein Spiel zu "erzwingen". Also gesagt sie muss jetzt mal mitspielen. Das hatte dann zu Tränen gerührt. Ich habe das Gefühl das meine Kinder Brettspiele als Bestrafung sehen, wenn sie zu viel am PC hängen. Tatsächlich sehe ich auch bei den Freunden meiner Kinder keinerlei Begeisterung für Brettspiele. Ich habe einen Raum voller Brettspiele im Keller und wenn ich daran denke wie ich reagiert hätte wenn ich als Kind so einen Raum gesehen hätte und dann sehe dass keines der Kinder (weder meine noch die anderen aus der Umgebung) irgendein Interesse daran zeigt, frage ich mich ob man überhaupt noch gegen die digitale Welt ankommt.
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Kommentare 12

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Jade

Hallo Also unsere Kids (18,16,15,15) sitzen noch immer mit uns 2-3 mal im Monat zu einem Spieleabend zusammen und haben auch immer Spaß daran. Klar, nicht immer ist jeder der 4 dabei. Aber es ist immer eine gemütliche Runde. Und danach wird dann wieder gezockt 😂😂

Tobi

Also, meine Kinder sind 8 und 11 Jahre alt. Wir haben mit beiden Kindern sehr früh angefangen Brettspiele mit ihnen zu spielen. Ganz oft auch schon in der Früh vor dem Kindergarten. Sie kommen mittlerweile von alleine und fragen ob wir ein Brettspiel spielen wollen. Oder ob wir einen Brettspielabend machen wollen. Wichtig ist meiner Ansicht nach, das man halt altersgerechte Spiele und Spiele, die ihnen Spaß machen, auf den Tisch bringt. Die Regeln sollte man als Eltern dann schon gut erklären können, so dass man nicht erst mit Regelstudium anfängt, wenn die Kinder schon mit dabei sind. Vielleicht liegt es auch daran das meine Kinder nur sehr selten auf der Konsole zocken dürfen. Vielleicht mal bei richtig schlechtem Wetter, oder als Belohnung von irgendwas. Vielleicht am Anfang mit leichten und schnell erklärten Spielen anfangen? Vielleicht das richtige Thema wählen. Oder wenn sie gerne am PC oder Konsole zocken, vielleicht ein Spiel mit App Anbindung probieren. (z.B. QR Fighters). Ich hoffe, ich konnte ein paar Tipps geben.

Ben

Ist weniger geworden, definitiv (19&16). Aber spätestens im Urlaub immer. Flip7, Uno, Skull Kings…

Screed

Unsere Jungs sind 3 und 5, ist also noch das Alter, wo digitale Medien noch keine so große Rolle spielen. Sie haben nen eigenes Brettspiele Fach im Schrank. Eigentlich haben beide oft Lust mit uns Brettspiele zu spielen (oder auch Oma und Opa). Wenn wir fragen rennen beide los und holen (meist verschiedene) spiele die sie dann spielen wollen. Wir haben auch beim 5 jährigen sehr früh mit Spielen angefangen. Kooperativ geht definitiv besser als kompetitiv. Hoffentlich vergeht die Lust nicht. Wir haben schon überlegt nen wöchentlichen oder 2wöchentlichen Brettspiel-Abend einzuführen. Vllt könnt ihr sowas auch einführen, bei euch vllt einmal im Monat am Anfang. Wahrscheinlich müsst ihr dann erstmal ein Anreiz schaffen. Coole Sachen zu essen,trinken, naschen oder nen Preis für den Sieger? Hab noch nicht soviel Erfahrung mit so alten Kindern 🫣

Wizoman

Mein Stiefsohn hat schon früh gerne gespielt, wir haben halt auf Spiele mit für ihn interessanten Themen gesetzt (Autos und Züge), er durfte sich ausnahmsweise sogar eigene Regeln ausdenken damals. mittlerweile ist er 23 und Reisespiele, Quiz und das gute alte Zug um Zug oder Heat gehen immer noch , fast jedes Wochenende…

Wandee Redaktion

Hallo, wir haben Kinder im Alter von 9 bis 22 Jahren. Unserer Erfahrung nach, war die Spielbegeisterung meist recht hoch bis zum Ende der Grundschulzeit. In der Weiterführenden Schule hat dies meist abgenommen und in der Pubertät, haben wir Brettspieletechnisch die Kids dann verloren. (wir hoffen das das bei unserem Jüngsten nicht passiert, der momentan wirklich mit rießenbegeisterung spielt. Gerne auch kooperativ, wie BossFighters QR, Helden müssen draußen bleiben, Dorfromantik) Die Großen spielen wieder, wenn auch zumeist in ihrem eigenen Freundeskreis, aber ab und an sind sie dann doch wieder mit am Tisch.

Daniel Redaktion

Ich habe bei meinen ältesten Söhnen auch ab 15/16 geschaft sie zu vergraulen, weil ich damals voll ins Hobby eingestiegen bin und meine Begeisterung mit ihnen teilen wollte, was es für eine Vielfalt gibt. Immerhin habe ich den ältesten wo er jetzt erwachsen ist einige Male an den Tisch bekommen, der jüngere bockt noch immer. Bei der jüngeren Generation habe ich es nun komplett andersherum gemacht und spiele wo sie Lust drauf haben, Das führt zu 500 Partien UNO in einem Jahr, zuletzt 100x Kniffel und Lichblicke sind dann einzelne Spiele wie Zug um Zug oder Drebo (was der jüngste echt liebt) oder auch mal ein Memorie Spiel. Der Jüngste (9) bleibt seit Monaten dabei und wir spielen mindestens 1x am Tag. Da glaube habe ich es besser gemacht und aus meinen eigenen Fehlern gelernt. Ich berichte dann in 5 Jahren, fragt dann noch mal bitte hier :)

spielverderber

Ein spannendes Thema. Ganz grundsätzlich würde ich sagen, dass man das Interesse an Brettspielen nicht erzwingen darf oder kann. Man sollte sich vor Augen halten wozu wir alle Brettspiele spielen: um uns möglichst angenehm die Zeit zu vertreiben. Auf Kinder und Jugendliche prasselt heutzutage den ganzen Tag so irre viel ein (Schulpensum, Sport, verbindliche Hobbys wie evtl. Musikschule etc.) Da bleibt oft schon relativ wenig "freie" Freizeit übrig. Und in der verbleibenden Zeit schlägt der permanente Schrei nach Aufmerksamkeit der digitalen Medien voll zu. Da kann man nur allen Eltern gratulieren, denen es gelingt, das Interesse an analogem Zeitvertreib und physischer Geselligkeit hoch zu halten. Mein Tipp: Habt selbst eine tolle Zeit mit Freunden beim Spielen und zeigt das euren Kindern. Ladet sie dazu ein und zeigt ihnen, dass die diese Art der Gemeinschaft, in der jeder willkommen ist, irre viel Spaß bringt. Dann müssen sich die Kinder selbst davon anstecken lassen. Thematisch sollte sich bei der Vielfalt an Spielen ohnehin jeder abholen lassen.

Maniac

Es geht. Mittlerweile ist es schwer als Gesellschaftspielende Eltern gegen Brawlstars oder Ähnliches anzukommen, aber ab und an klappt es dann doch noch. Schade dass es so schwer geworden ist den Junior an den Tisch zu bekommen. Ich wünschte meine Eltern hätten so Zeit und Lust gehabt mit mir Spiele zu spielen, als ich klein war

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